
Das
Werkstattgebäude bildet die Grenze des alten Werksgeländes. Ursprünglich befand
sich an dieser Stelle die obere der beiden Frischhütten mit Hammerwerk. Später
stand hier der zweite Hochofen. Das heutige Gebäude wurde 1888 für die Schlosserei
errichtet. Nach dem Bau der Mechanischen Werkstatt (s. Station 17) zogen Modelltischler,
Zimmerleute, Schreiner und Sattler ein. Um 1950 wurden im Untergeschoss Aufenthalts-,
Umkleide- und Waschräume für die Belegschaft der Mechanischen Werkstatt eingebaut.
Das Obergeschoss diente als Versammlungsraum. Hier fanden die Betriebsversammlungen
statt.
Die Vergangenheit des Werkstattgebäudes und seines Standortes zeigen, wie
sich die Nutzung von Gelände und Baulichkeiten immer wieder wandelte. Der
mittlere Werksbereich, in dem anfangs Hochofen und Frischhämmer standen, nahm
ab Ende des 19. Jahrhunderts die Instandhaltungs- und Werkstattbetriebe auf.
In dem benachbarten Gebäude mit den großen Toren war bis vor kurzem die Werksfeuerwehr
untergebracht. Früher stand hier das Kessel- und Maschinenhaus für die Walzendreherei,
die sich in einem nicht mehr erhaltenen Bau dahinter befand.
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Werkstattgebäude